Altenpfleger aus Leidenschaft: Interview mit Axel Weber

Axel Weber und Azubi Elisabeth Klix
Fragen an Axel Weber 10.01.2017

„Eine wertvolle Arbeit ganz dicht am Menschen“

Herr Weber, Sie sind Altenpfleger. Eine andere Bezeichnung lautet Pflegefachkraft. Dahinter steckt eine fundierte Ausbildung in einem Beruf, der sich fast ausschließlich um die Pflege und Betreuung von älteren Menschen dreht. Weshalb haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?

Weber: Ich habe zunächst Philosophie studiert. Während meines Studiums habe ich - eher zufällig – einen Studentenjob in einem Pflegeheim angenommen und da habe ich immer mehr die Erfahrung gemacht: Dieser Beruf ist weit mehr als Pflege, es ist eine sehr vielfältige und wertvolle Arbeit ganz dicht am Menschen.

Was gefällt Ihnen an diesem Beruf?

Weber: Der Beruf ist sehr abwechslungsreich, weil jeder Mensch anders ist und seine eigenen Bedürfnisse hat. Im Alter kommen ja noch Einschränkungen, beispielsweise in der Mobilität oder der geistigen Fähigkeiten, dazu. In diesem Beruf lernt man, mit diesen Altersherausforderungen umzugehen und den Betroffenen zu helfen, ein möglichst aktives Leben weiterhin führen zu können.

Was muss man als Mensch mitbringen, wenn man einen dieser Berufe erlernen möchte?

Weber: Man sollte einfühlsam und geduldig sein, denn bei älteren Menschen gehen viele Alltäglichkeiten nicht mehr so schnell. Wir sollten die Menschen mögen und sie so nehmen können, wie sie sind. Mit dieser, sagen wir mal, Grundausstattung, bringt man für den Beruf sehr gute persönliche Voraussetzungen mit.

Wie sehen Sie die Karrierechancen?

Weber: Der Beruf des Altenpflegers bietet sehr viele Entwicklungsmöglichkeiten. Man kann Pflegehilfskraft, Pflegefachkraft, Stationsleitung oder Pflegedienstleitung bis hin zur Heimleitung werden. Dann kann man sich noch spezialisieren, zum Beispiel als gerontopsychiatrische Fachkraft, oder man wird selbst Praxisanleiter oder –leiterin für die Auszubildenden einer Einrichtung.

Die Zukunft der Arbeit ist immer wieder Thema. Viele Berufe wandeln sich, eine Arbeitsstelle ist nicht mehr so sicher, wie vor, sagen wir mal, dreißig Jahren. Wie sehen Sie den Beruf des Altenpflegers zukünftig?

Weber: Dieser Beruf ist sicher, denn es gibt immer mehr ältere Menschen. Und es gibt einen Mangel an Pflegefachkräften. Auch dieser Beruf wird sich wandeln und an die Entwicklung der Gesellschaft anpassen. Aber eines bleibt immer gleich: Der alternde Mensch und seine Bedürfnisse und Fähigkeiten. Alt sein, das darf man nicht vergessen, ist keine Erkrankung, sondern ein ganz normaler Lebensabschnitt. Deshalb ist unser Beruf nicht nur für die Gesellschaft auch in der Zukunft sehr wichtig, sondern er gibt mir persönlich auch das Gefühl, mich für einen sinnvollen und wertvollen Berufsweg entschieden zu haben.

Axel Weber ist seit über 25 Jahren in Pflegeeinrichtungen der Spitalstiftung tätig. Seine Ausbildung zur Pflegefachkraft absolvierte er 1998. Zunächst war Axel Weber als Leiter der Tagespflege tätig, bevor er die Pflegedienstleitung im Luisenheim und Aufgaben als Praxisanleiter übernahm. Das Luisenheim ist eines der vier Pflegeheime der Spitalstiftung Konstanz.

 

Die Fragen stellte Rebecca Koellner, Spitalstiftung Konstanz

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